corona-virus

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Zurecht bekommen wir in letzter Zeit gehäufte Nachfragen bzgl. des Corona-Virus und der damit verbundenen Impfung. Wir möchten hier gezielt auf die meistgestellten Fragen eingehen.

Darf ich mich impfen lassen, wenn ich schonmal eine Thrombose gehabt habe?
Diese Antwort können wir klar mit Ja beantworten. Die Faktoren, die eine tiefe Beinvenenthrombose auslösen, sind andere, als jene, die die aktuell viel diskutierten Hirnvenenthrombosen auslösen können. Der genaue Mechanismus ist hier noch in der Erforschung, jedoch geht man von einer Immunreaktion aus: Die Betroffenen entwickeln eine Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT). Dabei kommt es zur Ausbildung von Antikörpern, die gegen ein bestimmtes Protein auf den Blutplättchen gerichtet sind.
Diese treten häufiger bei den Vektorimpfstoffen (AstraZeneca / Johnson & Johnson) auf, sind jedoch im Gesamtauftreten trotzdem sehr selten.

Bei mir liegt eine Gerinnungsstörung vor (Faktor V oder ähnliches), darf ich mich impfen lassen?
Hier gilt das gleiche wie oben.

Bin ich Risikopatient, wenn ich Krampfadern habe?
Grundsätzlich können ausgeprägte Krampfadern zu oberflächlichen Venenentzündungen und im sehr, sehr seltenen Fall auch zu Thrombosen führen. Auch hier gilt: Mit der Impfung hat dies jedoch nichts zu tun.

Bei mir werden aktuell Krampfadern verödet, oder eine Operation ist geplant. Darf ich mich impfen lassen?
Auch hier sagen wir klar: Ja. Für die Operation sollen Sie jedoch fit sein und keine Impfreaktion haben, deswegen empfehlen wir die Impfung möglichst nicht 1-2 Tage vor der OP durchführen zu lassen. Das gleiche gilt für die Verödung von Krampfadern. Sollten Sie sich gerade impfen haben lassen, verschieben wir gerne Ihren Verödungstermin um einige Tage – die Impfung geht vor.

Diese Zusammenstellung basiert auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Meinung. Auf jeden Fall besteht hier natürlich Dynamik in der Forschung, sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, werden wir diese Seite entsprechend aktualisieren.

Wichtig ist: Diese Information ersetzt nicht das Aufklärungsgespräch bei Ihrem Impfarzt. Bitte geben Sie dort alle Vorerkrankungen an, dies ist für die gezielte und individuelle Aufklärung unbedingt wichtig.

Sollten ansonsten noch Fragen bestehen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren – und verschieben Sie nicht die möglicherweise lebensrettende Impfung.

Einen guten Artikel mit ähnlichen o.g. Fragen finden Sie auch hier:
Corona-Impfung mit AstraZeneca: Was kann Thrombosen auslösen? | NDR.de – Ratgeber – Gesundheit